Keine Kommentare
Zum Glück kamen nun am Mittwoch in wirklich letzter Minute die Pflanzen an.
In unserer allerersten Vorstellung dachten wir ja, wir müssten mit einem großen LKW die Reben quer durch Deutschland transportieren .
Nun kamen die 172 Pflanzen doch tatsächlich in einer einzigen Kiste.
So klein hatten wir es nicht erwartet.

Nach dem Transport von Berlin nach Linow mussten die Pflanzen erst mal gewässert werden.
Der Mutterboden wurde glücklicherweise auch bereits am Montag geliefert und in groben Haufen auf der Pflanzflaeche verteilt.

Am Donnerstag ging es dann frisch ans Werk die 10 Kubikmeter Mutterboden zu verteilen . Begonnen haben wir früh um 9.30 Uhr und fertig waren wir dann gegen 16.30 Uhr inklusive ca. 1,5 h Pause für ein kleines Mittag und einer kleinen Siesta.
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, wann ich das letzte mal körperlich so intensiv gearbeitet habe. Es war echt anstrengend. Dann aber die fertige Fläche zu sehen die Dirk schön glatt abgezogen hatte, war ein befriedigendes Gefühl.

Freitag um 9.00 Uhr ging’s dann wirklich los. Nachdem wir nochmal die Pflanzstäbe überprüft hatten, ob auch wirklich alle Abstände passen, pflanzten wir unsere erste Rebe von insgesamt 172 Stück.
Wir hatten erstmal für drei Zeilen a 19 Pflanzen die Pflanzstäbe vorab gesteckt.

Dann mussten wir uns einspielen, wie wir den Pflanzprozess so effektiv wie möglich gestalten konnten.
Nach ca.10 Pflanzen hatten wir unser System.
Meine Aufgabe bestand zunächst in der Vorbereitung der Pflanzen (Beschneiden der Wurzeln und die Reben anschließend zwischen den Pflanzstäben ablegen).

Dirk hat dann das Pflanzloch ausgehoben, so ca.30 cm tief und ich habe zeitgleich den total trockenen Boden gewässert. Trotz der Rasensprenger vom Vortag und auch Regen am Abend war kaum Wasser in den trockenen märkischen Sandboden eingedrungen (siehe Film am Ende des Beitrages).
Die Reben werden kämpfen müssen…

Bis zum Mittag hatten wir unseren kompletten Regent (auf fünf Zeilen verteilt) drin.
Am Nachmittag nach einer Pause widmeten wir uns unserem kleinen Schauweinberg.
Die 4 Zeilen mit jeweils nur 5 Pflanzen (Muscat Bleu, Palatina, Frühburgunder und Goldriessling) gingen dann leicht von der Hand .
Wir waren sehr froh, so viel schon an diesem Tag geschafft zu haben.
Hatten wir doch 115 Pflanzen an einem Tag in die Erde gebracht!!!

Am Samstag mussten wir dann nur noch 3 Zeilen mit je 19 Pflanzen Solaris setzen.
Dies war nach den Anstrengungen der letzten Tage dann nicht mehr so Kräfte zehrend. Allerdings steckte uns noch die Verteilung der 10 Kubikmeter Mutterboden ganz schön in den Knochen.
Nun sind also alle 172 Pflanzen im Boden, die Bewässerung läuft dank zweifacher Schwenktechnik, die Fläche ist übergeharkt…

Jetzt drücken wir die Daumen, dass die Pflanzen anwachsen.
Dies wird sich in den nächsten Wochen heraus stellen.
Vorausgesetzt es klappt mit dem Anwachsen, dann ist die nächste Aktion die Drahtanlage. Dies wird dann ein noch größerer Arbeitsaufwand als die Pflanzung.
Wir sind aktuell dabei, zu sondieren, welche Art von Anlage es werden soll.
Jetzt sind wir erst mal sehr froh und stolz, dass die Pflanzen alle im Boden sind .
Wen es nochmal interessiert welche Rebsorten wir gepflanzt haben, hier auch nochmal die Verlinkung zur Rebschule Freitag:
Für den Schauweinberg:

5 x Goldriesling
5 x Frühburgunder
5 x Palatina
5 x Muscat Bleu
Zur geplanten „Weißweinproduktion“:

57 x Solaris
Zur geplanten „Rotweinproduktion“:

95 x Regent
Zum Abschluss noch ein kleiner Film über unsere Methode des für uns effektiven Einpflanzens: