3 Kommentare
Wie im letzten Beitrag bereits angekündigt, ist der Tank nun da. Die Presse allerdings haben wir dann doch abbestellt, da wir uns dann nochmal umentschieden haben. Anstatt einer Spindelpresse haben wir uns dann lieber für eine 40-Liter-Hydropresse entschieden. Ein Vorteil ist z.B., dass die Hydropresse, betrieben durch puren Wasserdruck, keinen Kraftaufwand, wie bei der Spindelpresse benötigt. Ausserdem liegt die Saftausbeute bei der Spindelpresse nur maximal bei ca. 50% und bei der Hydropresse bei ca. 80%. Die Lieferung steht jedoch noch aus.
Aber der der Tank ist da. Wir haben ihn ein paar mal hin und her geschoben, aber nun hat er seinen vorerst optimalen Platz unserer Meinung nach gefunden. 220 Liter Fassungsvermögen, das ist schon ne Menge Wein, den wir da produzieren können.




Wie Ihr seht, geht es mit dem Keller Stück für Stück voran. Sobald die Presse da ist, gibt es ne Info.
Im Weinberg gehts auch sehr gut voran. Eine sehr wichtige Sache findet gerade statt, nämlich die Befruchtung. Die besondere Biologie der Rebe besteht darin, dass es sich um eine Zwitterblüte handelt. Im Weinberg haben wir also die Selbstbestäubung, sprich Selbstbefruchtung. Wind oder Bienen sind nicht nötig. Man kann derzeit gut die Gescheine beobachten. Die Käppchen werden gerade abgeworfen.

Während eine Bestäubung praktisch immer stattfindet, ist die Befruchtung für die Ausbildung von Kernen und damit auch die Ausbildung der Beeren nicht selbstverständlich. Ungünstige Witterungsbedingungen während der Bestäubung führen dazu, dass nicht alle Samenanlagen befruchtet werden. Ungünstig ist beispielsweise kühles und nasses Wetter unmittelbar vor der Blüte, häufige Nierderschläge,Wind, hohe Temperaturen über 32 Grad, um nur einige Einflussfaktoren zu nennen.


Aktuell macht die Arbeit im Weinberg, wenn man es Arbeit überhaupt nennen will, Spass. Man kann dem täglichen Wachstum regelrecht zuschauen. An manchen Tagen wachsen die Triebe bis zu 10 cm. Täglich fange ich die Triebe ein, damit sie nach oben wachsen können. Manche sind schon so hoch, dass ich sie sogar schon gipfeln muss. Da wir ja das Bogrebenverfahren gewählt haben, kann man sehr schön erkennen, wie die einzelnen Triebe nun vertikal nach oben wachsen.

Leider haben wir den Fehler gemacht, dass wir nicht darauf geachtet haben, dass aus einem Auge nur ein Trieb wachsen soll, damit in diesen Trieb dann auch die geballte Kraft rein geht. Nun waren teilweise durch die guten Witterungsbedingungen aus einem Auge bereits manchmal sogar bis zu drei Triebe gewachsen. Diese musste ich dann entfernen, obwohl schon Gescheine sichtbar waren und der Trieb teilweise schon gute 50 cm groß war. Das tat uns dann echt leid. Im nächsten Jahr wird uns dieser Fehler mehr nicht passieren.
Kommentare:
-
23. Juni 2020
Das macht echt was her! Vielleicht könntet ihr ja mal ein paar Fotos machen wo ihr die Reben im „Zeitraffer“ täglich fotografiert? Dann kann man sich noch besser vorstellen, wie schnell was wächst.
Viel Erfolg euch weiterhin. -
22. Juni 2020
Mit großer Spannung und Freude wurde die Ankunft des Tanks im Hause der Familie Schindler begleitet. Ich war zufällig dabei! Ein tolles Stück habt Ihr zwei Euch da gegönnt! Allzeit gutes Gelingen und weiterhin viel Freude beim Winzern! LG Alex
-
22. Juni 2020
Fleißig, fleißig ! Das hört sich ja schon vielversprechend an.Ja und ein bisschen Lehrgeld gehört dazu.lch bin stolz auf euch und freu mich über eure Erfolge und noch mehr über den ersten edlen Tropfen. Weiter so sagt Mama Moni
Kommentar verfassen
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder
Vielen Dank für Ihren Beitrag
Ggf. wird Ihr Kommentar noch von der Moderation geprüft.