9 Kommentare
Wir wurden immer wieder gefragt, warum wir denn nicht mal wieder etwas in unserem Blog schreiben wollen.
Da sich die Vorgänge von der technischen Seite des Weinbaus in den letzten Jahren immer wiederholten, hatten wir den Eindruck, daß unsere Seite nicht mehr spannend genug war.
Jedoch ist dies nur die eine Wahrheit. Der Alltag hatte uns auch gut im Griff, so daß auch die dafür nötige Zeit und Lust etwas zu schreiben nicht mehr die Priorität hatten.
Nun jedoch hat sich unsere Lebenssituation dahin gehend verändert, daß wir wieder bereit sind, ein paar Erfahrungen mit euch zu teilen.

Es ist in den letzten drei Jahren so einiges geschehen. Die wichtigste Erkenntnis der letzten Jahre ist die Hochachtung vor allen Winzern und Landwirten, welche ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft verdienen.
Die Abhängigkeit einerseits vom Wetter und von den möglichen zahlreichen Krankheiten der Pflanzen sind nicht zu unterschätzen.
Das Weinjahr 2023 war für uns ein Jahr der Euphorie. Über 230 Flaschen konnten wir mit unserem eigenen Wein befüllen. Es war ein Fest. Geschmeckt hat er auch!

Wir dachten, nun wird es immer so sein. Aber dann kam das Jahr 2024.
Es begann schon mit dem Spätfrost, welcher gleich erstmal ca. 50 % der wunderbar ausgetriebenen Blüten vernichtete. Es ging weiter mit Wind und Regen zum Zeitpunkt der Befruchtung.
Dann ging es sportlich weiter mit dem Thema Mehltau.
Es war nicht mehr viel übrig, aber das was übrig war, sah gut aus.
Mühsam bedeckten wir Anfang August die Rebstöcke bei 30 Grad im Schatten mit Netzen.
Wir hatten glücklicherweise Hilfe von Verwandten und auch von unserem Sohn aus Australien.
Vögel und Wespen drehten bereits ihre Kreise über dem Weinberg.
Auf der Jagd nach etwas mehr Zuckergehalt in den Trauben, verpassten wir jedoch den optimalen Lesezeitpunkt und verloren dadurch nochmal einen großen Teil des Lesegutes. Der Zuckergehalt war so hoch, dass wir tatsächlich Schmetterlinge vermutet haben, welche die Trauben durch die Netze aussaugten. Wir wissen es aber nicht genau.Es bleibt uns bis heute ein Rätsel, wie es zu den leeren Stielgerüsten trotz der Netze kommen konnte.
Die weißen Trauben vom Solaris haben wir dann mangels Masse (es war ein wirklich trauriger Anblick) mit den roten Trauben vom Regent gemischt.
Es sind dann 32 Flaschen geworden. Sie schmecken wunderbar. Jedoch ist natürlich der Arbeitsaufwand im ganzen Weinbaujahr für einen Ertrag von 32 Flaschen doch etwas zu hoch.
Wir sind ehrlich, es kamen uns nach diesem Jahr Gedanken zum Beenden. Wir waren sehr traurig.
Nun schreiben wir das Jahr 2025 und wir haben uns dazu entschlossen, nicht aufzugeben.
Wir haben auch ein paar Veränderungen geplant, lasst euch überraschen. Demnächst werden wir davon berichten.
Gern könnt Ihr die Kommentarfunktion nutzen. Für euch ist es eine kleine Sache, aber für uns ist es viel mehr als Ihr denkt.
Liebe Grüße
Dirk und Sabine Schindler

Kommentare:
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05. Juni 2025
Wie sagt man,aufgeben ist keine Option und das würde auch garnicht zu euch passen.lch bin optimistisch das es dieses Jahr wieder was wird ,zumal ihr mit Mühe und guter Beratung von Julius dran bleibt.
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20. Mai 2025
Wie schön, dass es weitergeht!
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19. Mai 2025
Hallo, ihr mir so mit eurem Block geholfen!
Ich habe mir dieses Frühjahr 10 Hochstammreben bei der Rebschule Freytag bestellt und in 2 Reihen auf meinen Südhang in Mülsen, Landkreis Zwickau gepflanzt. Der Herr Freytag hat mir zur Sorte Calardis Blanc geraten.
Es soll eine kleine Drahtanlage werden, mir lief aber einfach die Zeit davon. Ich habe nicht mit den Widrigkeiten vergangener Zeiten, den alte Baumwurzeln gerechnet. Hauptsache die Reben sind erst mal drin und treiben aus. Es ist alles noch verbesserungswürdig. Euer Blog und das Telefonat mit Dirk haben mir entscheidend geholfen.
Viele Grüße aus dem Hegebachtal, Cordula -
18. Mai 2025
Ach wie schön Neues von eurem Weinberg zu hören!
Toll dass ihr den Mut nicht verloren habt und weiter macht.
Ich drücke euch alle Daumen für ein erfolgreiches Jahr 2026.
Und ich hoffe bald wieder einen leckeren Schindler-Wein genießen zu können ????????Toi toi toi wünscht euch Angela.
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18. Mai 2025
Wunderbar, dass es wieder weitergeht.
Wir sind gespannt auf die Veränderungen. Auf dass es eine reiche Ernte dieses Jahr wird.
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17. Mai 2025
Liebe Sabine, lieber Dirk,
ich freue mich sehr!!!! Zum einen weil ich euren Blog sehr gerne lese (und als Weinlaie auch alles verstehe) und zum anderen freue ich mich, dass ihr trotz der Widrigkeiten der Natur nicht aufhebt!Das erste Bild vom Weinfeld ist schon beeindruckend und sieht auch ohne Früchte grandios aus. Was ihr da über die Jahre geleistet habt … ?! Darauf könnt ihr echt stolz sein!!! Und ich weiß aus euren Erzählungen, dass es bis zu diesem Ergebnis nicht immer ein Spaziergang war. Ich sag nur Wühlmäuse … Grrrh!!!
Bei den geplanten Veränderungen habe ich übrigens so meine Vermutung … 😉 Finde ich auch klasse!FAZIT: Ich muss unbedingt wieder auf eure Hazienda im schönen Brandenburgischen kommen! Es ist so schön abseits vom Großstadttrubel. Und meine Gummistiefel und Arbeitshose bringe ich auch gleich mit! …
Liebe Grüße, Eure Alex
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