2 Kommentare
Am heutigen Samstag konnten wir unseren Solaris lesen.
Die Netze haben zwar nicht alle Wespen abgehalten, aber doch einige. Jetzt mussten wir aber unbedingt lesen, da schon einige Trauben durch Tierfrass und Wespen nicht mehr ansehnlich waren.
Mit im Schnitt gut 75 Oechsle waren wir zufrieden und auch das Wetter war gut zu uns.
Da ich große Angst vor Regen hatte, bin ich bereits um 7.00 Uhr aufgestanden und habe mit der Lese begonnen. Dirk kam dann aber auch gleich.
Wir mussten viel an den einzelnen Trauben weg schneiden, damit wir gutes Lesegut haben. Dadurch haben wir für die 36 Pflanzen gute 2 Stunden gebraucht. Aber wir hoffen, es hat sich gelohnt. Der Most war jedenfalls zuckersüß.

Wir haben für den Transport nach Berlin dann auch den Schwefel weg gelassen. Dies war ja im letzten Jahr etwas zu viel des Guten.
Am letzten Donnerstag bin ich mit Julius nochmal die gesamte Kellerwirtschaft durchgegangen um in diesem Jahr gut vorbereitet zu sein. Allerdings hatte ich da wieder was anders verstanden, was jedoch noch korrigiert werden konnte, bevor wieder alles schief läuft.
Ich sollte Bentonit 8 Stunden vorquellen lassen um es dann in das Gebinde über Nacht zuzugeben, mit dem Zweck, eine Trübung des Weines später zu verhindern. Ich dachte jedoch erst am nächsten Morgen solle die Zugabe erfolgen.
Zum Glück fragte Julius nochmal nach, wir waren jedoch schon auf dem Weg nach Berlin.
Kurzerhand improvisierten wir in Rheinsberg auf dem Parkplatz und mischten in einer abgeschnittenen Wasserflasche alles zusammen, damit wir unsere 8 h Vorlaufzeit einhalten konnten. Unsere Küchenwaage hatten wir zum Glück dabei.


In Berlin angekommen machten wir uns zeitnah an das Abpressen.
Auch jetzt verzichteten wir auf Schwefel, jedoch nicht auf die Pektinasen.
Wir gaben je einen Esslöffel pro Pressvorgang hinzu, mit dem Ziel einer größeren Saftausbeute und einer besseren Trubabsetzung.



Wir hatten etwas mehr Mostausbeute als die gepressten 14 Liter erwartet, jedoch sind wir mit der Qualität aktuell sehr zufrieden.
Auch handelt es sich ja momentan nur um einen ersten kleinen Teil der weissen Trauben. So können wir uns jetzt gut an die Kellerwirtschaft ranrobben.
Die Lese der roten Trauben wird ca. 3 mal so viel Ertrag bringen, wenn alles läuft, so dass wir uns jetzt also gut ausprobieren können.
Die roten Trauben( Regent) sind aber noch nicht reif zur Lese. Da müssen wir von Woche zu Woche schauen. Noch haben wir dort auch keine Netze hängen.
Heute Abend mischen wir noch das vorgequollene Bentonit unter und hoffen, dass uns morgen der Hefeansatz gelingen möge.
Wie es dann im Keller weitergeht, schreibe ich gern im nächsten Beitrag.
Aber erst mal müssen wir die Gärung in Gange kriegen und auch darf es dann nicht zu schnell gehen, wollen wir doch einen gut schmeckenden Tropfen produzieren.
Kommentare:
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14. September 2021
Ich bin gespannt auf die erste(n) Flasche(n). 🙂
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11. September 2021
Dieser gut schmeckende Tropfen wird die erste Krönung euer ausdauernden Arbeit sein.Es wird gelingen bei soviel Einsatz.lch bin stolz auf euch !!!
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